Der verflixte Fornix

Vom unscheinbaren Trampelpfad zur sechsspurigen (Daten-) Autobahn

530-fornix-location

Damit ein Kind etwas erlernen und im Gedächtnis behalten kann, muss es im Gehirn erst einmal sicher archiviert und abgespeichert werden. Die Region die dafür zuständig ist, ist der Hippocampus.

Damit Informationen diesen aber erreichen, bzw. von dort erlerntes erinnert und wieder abgerufen werden kann, wird im Gehirn eine Datenbahn genutzt, die bis zu unserem dritten Geburtstag faktisch noch kaum vorhanden ist.

„Der verflixte Fornix“ weiterlesen

Advertisements

Nach dem ‚zu Bett gehen‘…

„Insgesamt besteht eine wichtige Funktion von Schlaf darin, tagsüber Gelerntes zu verfestigen…*
bambina-che-dorme-nel-letto-con-il-suo-giocattolo-37182487

Kinder lernen zwar nicht im Schlaf, aber sie speichern und vertiefen in der Nacht die Eindrücke des Tages.

Insbesondere aber Erlebnisse, die tagsüber von großer Bedeutung waren. Ganz besonders aber die Dinge, die unmittelbar vor dem Einschlafen intensiv erlebt oder auch geübt wurden.

„Entscheidend für den langfristigen Lernerfolg ist der Schlaf, unmittelbar nachdem man etwas Neues gelernt hat*

Wichtig ist es, dass es dem Kind Spaß bereitet und als etwas Besonderes erlebt wird. Zum Beispiel indem Mama und Papa ‚mitspielen‘ und vielleicht sogar –bei Kindern im Vorschulalter- zusammen noch ein Lied dazu singen.

music-note-5Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Hände
und sehet den fleißigen Schwimm-Kindern zu.
Sie bewegen die Füße, ran – auseinander – zusammen, Sie bewegen die Füße, ran – auseinander – zusammen.

Zeigt her eure Füße, zeigt her eure Hände
und sehet den fleißigen Schwimm-Kindern zu. Sie bewegen die Hände und strecken die Arme, lang – weg – zusammen. Sie bewegen die Hände und strecken die Arme, lang – weg – zusammen.
**

„Nach dem ‚zu Bett gehen‘…“ weiterlesen

Mehr Empathie, bitte! Nachempfinden, wie es sich für Kinder anfühlt.

Das Problem vieler Eltern ist es nun mal, dass sie die Bedürfnisse, die Ängste und Nöte ihres Kindes aus einem rein logischen und schlicht rationalen Blickwinkel betrachten.

Bitte stellen sie sich ein fünf- oder sechsjähriges Kind vor, dass zwar viel Spaß in der heimischen Badewanne hat, aber ein großes öffentliches Schwimmbad noch nie betreten hat.

Und jetzt denken Sie bitte an sich, wie sie eine kleine Trittleiter besteigen, um im Flur die defekte Glühlampe zu wechseln. Geht das, oder wäre ihnen das zu hoch?

Schauen Sie sich jetzt das Video an. Bitte beginnen Sie ab Minute 3:43.

🙂

Stellen Sie sich jetzt bitte noch vor, Sie wären einer der Beiden in dem Clip, aber mit einer Absturzsicherung, so dass sie unmöglich hinab fallen könnten.

Verstehen Sie jetzt, wie es sich für ein Kind, für Ihr Kind anfühlt?

Von Grund auf verschieden – Mädchen & Jungs

weiblichehirn1.jpegDie Sonne durchflutet heute mit all ihrer Kraft das lichte Wäldchen, welches sich am Ende der Neubausiedlung  ausbreitet. Hier sind Selina und Steffen oft am spielen, sammeln gemeinsam Kastanien, bauen im Winter Schneemänner oder zimmern sich in der übrigen Zeit aus Stöckern kleine Verstecke. Heute haben sie stolz ihre Baumhöhle fertiggebaut, mit einer Holzpalette und einer großen Plastikfolie von einer Baustelle, zusammen mit ihrem Freund dem Jakob.

„Steffen, hier nimm das Schwert!“

Ruft ihm wie aus heiterem Himmel Jakob zu, der ihm einen langen Stock hinüber reicht.

„Das ist ein Drachenschwert!“

Das sieht Steffen natürlich sofort.
„Von Grund auf verschieden – Mädchen & Jungs“ weiterlesen

Unseren täglichen Stress gib uns heute

FB_IMG_1522336385704.jpgIch muss mich beeilen, es ist spät. Lukas hat sein Frühstück wieder nicht angerührt und der Termin für die U9-Untersuchung rückt auch immer näher. Lukas würde am liebsten nur von Chicken Nuggets und Haribo leben, aber selbst davon isst er nicht wirklich viel, was man ihm eben auch sofort ansieht.

Mit etwas Verspätung erreichen wir heute den Kindergarten. Eigentlich ist es egal zu welcher Zeit wir kommen, aber heute wollte Andrea, Lukas Erzieherin mich sprechen. Was ich da erfahre: Lukas sei verhaltensauffällig, was ich gar nicht verstehen und nachvollziehen kann. Unaufmerksam sei er und ihm bereiten die Stuhlkreise Probleme. Stillsitzen ist nicht seine Tugend, er würde eh lieber den ganzen Vormittag draußen verbringen und spielen, Löcher buddeln oder im Wassergraben an seinem Staudamm werkeln, was ohnehin nicht so gerne gesehen wird. Hoffentlich fällt nicht wieder das böse „A“-Wort. A wie Aufmerksamkeitsdefizit oder A wie das stigmatisierende ADHS.

„Unseren täglichen Stress gib uns heute“ weiterlesen

Die Wassergewöhnung – ohne ist kein Lernen möglich

free-fear-of-water-vectorBitte stellen Sie sich folgendes vor und fühlen Sie, wie es ihnen dabei ergeht:

„Der Weg, jeder Schritt bereitet großen Stress. Das Herz schlägt so stark, dass es förmlich aus der Brust springen könnte. Das Gesicht ist fahl und blass. Eine Mimik ist nicht zu erkennen, das Gesicht ist regelrecht erstarrt. Trotz der milden Temeraturen scheint es überall eiskalt zu sein… Tränen kullern…“

Mehr dazu: Wie es sich für Kinder anfühlt – Mehr Empathie, bitte!

Eine Wassergewöhnung ist dann vorhanden bzw. abgeschlossen, wenn das Kind problemlos und angstfrei mit dem Kopf im Wasser untertauchen kann. Bitte lesen Sie das nochmal! Und jetzt dabei ganz langsam, weil es so dermaßen wichtig ist, dass man es wie ein tägliches Mantra immer und immer wieder, wiederholen sollte:

Eine Wassergewöhnung ist dann vorhanden, wenn das Kind problemlos und angstfrei mit dem Kopf im Wasser untertauchen kann. Denn ohne ist KEIN Lernen im Wasser möglich!

„Die Wassergewöhnung – ohne ist kein Lernen möglich“ weiterlesen